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Song und die Schafe
 

"Ich habe die Geduld nicht dafür". Was sicher ist, Leute haben die Geduld dafür, JAHRE damit zu verbringen über ein Verhalten frustriert zu sein, aber haben nicht die Geduld, drei Stunden damit zu verbringen, das Problem zu beheben. Wenn etwas, was dein Hund tut, dich nicht stört, gibt es auch kein Problem zu lösen. Wenn etwas, was er tut, dich STÖRT, hör auf, dich zu beschweren. Setz Dich hin, schreibe einen Plan, der damit anfängt, mit was du startest, was du willst, wie du vorgehen wirst, um dem Hund zu erklären, was du willst. Mach es.

Lasst mich Euch die Geschichte von Song und den Schafen erzählen. Song ist ein Riesenschnauzer und Riesenschnauzer sind in der Regel ziemlich ruhige und vernünftige Kreaturen, aber sie haben eine Leidenschaft für gewisse Dinge und eine von Songs Leidenschaften waren die Schafe. Sie begann zu im Auto heulen, wenn wir noch 1.5 km von der Schafweide entfernt waren und hörte nicht auf damit bis sie um die Schafe herumrannte, wo sie nicht im Geringsten zuhörte, da sie viel zu beschäftigt damit war, um die Schafe herumzurennen, als dass sie sich noch mit mir hätte beschäftigen können. Die Hüteleute hier in der Umgebung sagten mi rim Grunde alle, ich soll sie laufen lassen, sie um die Schafe herumlaufen lassen, sie mit einem Sack an einem Stock vor dem Gesicht daran hindern, in sie hineinzustürzen und nach zehn oder fünfzehn Minuten würde sie ruhiger werden und auf mich hören. Meine Antwort darauf war keine Hütearbeit mehr zu machen, denn ein Riesenschnauzer, der mit einem Herzinfarkt am boden lag konnte noch immer wegen Schafen heulen. Ich jammerte deswegen in einem Internetforum und bekam einige hilfreiche Antworten, die dazu führten, dass ich mir vor die Stirn schlug, was für ein Dummkopf ich gewesen war.

Ich nahm ein Taschenbuch, einen Gartenstuhl, eine robuste Leine, einen Clicker und Song und fuhr zur Schafweide. Ich nahm sie heulend aus dem Auto raus, stellte meinen Stuhl hin, setzte mich und lass mein Buch, während ich die Leine hielt des heulenden, sich vorwärts stürzenden, springenden Riesenschnauzers für mehr als eine Stunde. Beachte, dass ich NICHTS tat ausser mein Buch zu lesen und auf der Leine zu sitzen. Als sie schliesslich schwieg und zu mir zurück sah (“Bist Du gestorben? Wieso sind wir noch nicht bei den Schafen drinnen?“), clickte ich und began aufzustehen. Natürlich heulte sie und sprang zurück zu den Schafen, deshalb sass ich sofort wieder ab. Ungefähr zwanzig Minuten später schwieg sie und schaute mich wieder an, click. Dieses Mal schaffte ich es aufzustehen und fast einen Schritt zu machen bevor sie zu heulen begann und ich wieder absitzen musste. An diesem Tag brauchte ich drei Stunden, um ungefähr 6 Meter in die Weide zu gehen. Als wir drinnen waren, hatte ich einen umgänglichen, ruhigen, angenehmen Hütehund, der mit den Schafen arbeitete.

Am nächsten Tag brauchte ich zwanzig Minuten, um in die Weide zu kommen und als ich einmal drinnen war, konnte ich wieder mit einem umgänglichen, ruhigen, angenehmen Hund arbeiten.

Am dritten Tag brauchte es fünf Minuten.

Am vierten Tag hüpfte sie eifrig aus dem Auto und ging perfekt bei Fuss mit Blinkkontakt zu mir in die Schafweide hinein, ohne dass ich sie aufgefordert hätte und begann dann zu arbeiten.

Es funktioniert. Hör damit auf, herumzuspringen. Hör damit auf, zu versuchen, etwas zu TUN, um ein Verhalten zu bekommen, sondern entscheide einfach, dass Du nicht diesen Weg entlang gehst bis Du Kontakt hast.

Sue eh?
sue.eh@dragonflyllama.com

Copyright 2001 Sue Ailsby

Originalversion in Englisch unter: Song and the Sheep

Übersetzung: Simone Fasel

Übersetzung erfolgt mit freundlicher Genehmigung von Sue Ailsby.